Der Name Sukkulenten enthält das lateinische Wort für Saft. Sukkulenten sind mit speziellem Saftspeichergewebe versehene Pflanzen. Damit passen sie sich an Standorte mit periodischem Wassermangel optimal an und verschaffen sich einen Wachstumsvorteil gegenüber anderen Gewächsen. Das Speichergewebe kann sich an verschiedenen Stellen der Pflanze befinden: Sprossachse (Stammsukkulenten), Blätter (Blattsukkulenten), Wurzeln (Wurzelsukkulenten) oder Stammbasis (Caudex-Pflanzen). Kakteen sind die bekannteste Sukkulenten-Familie und stammen ursprünglich vom amerikanischen Doppelkontinent. Diese Stammsukkulenten besitzen meist keine Blätter mehr, die Fotosynthese wird gänzlich von der grünen Sprossachse übernommen.
Die Frage nach dem Ursprung der Sukkulenz ist schwierig zu beantworten. Sukkulenten dürfte es zwar seit weit über 10 Millionen Jahren geben, aber direkte Nachweise fehlen in Ermangelung guter fossiler Erhaltungsfähigkeit. Ihre heutige Ausbreitung scheint geologisch jung entstanden zu sein und ist vermutlich durch die raschen Klimawechsel innerhalb der letzten 2 Millionen Jahre noch beschleunigt worden. Sukkulenten wachsen in tropischen bis gemässigten Klimaten. In Mitteleuropa sind sie in gebirgigen Regionen, wo sie felsige und rasch abtrocknende Orte besiedeln. Weltweit können vier Hauptzentren der Entwicklung von Sukkulenten ausgemacht werden, Mittelmeerraum im weiteren Sinne, südliches Nordamerika, südliches Afrika und zentrales Südamerika.
Insgesamt sind also knapp 5% aller Pflanzenarten sukkulent.